16
NOV
2017

Projekt „Robin Hood“ am Gymnasium Nord in Frankfurt am Main

„Is Robin a good guy or a bad guy?“ – mit dieser Frage beschäftigten sich die 6. Klassen des Gymnasium Nord in Frankfurt-Westhausen Anfang November 2017. Das Projekt sollte den Schüler(inne)n einen Vorgeschmack auf bilingualen gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht geben und damit zur Wahl des bilingualen Zweigs ermutigen, den das Gymnasium ab der 7. Klasse anbietet. Konzipiert wurde die 4-stündige bilinguale Unterrichtseinheit auf Initiative von Lena Garami, StR‘ am Gymnasium Nord, in Zusammenarbeit mit Marc Meller und Nina Rodmann vom PolECule-Team. Unterstützt wurde das Projekt vom Leiter des Gymnasium Nord, Michael Haas, sowie dem restlichen PolECule-Team.

Anhand kurzer Ausschnitte des Disney-Films „Robin Hood“ (1973), der in englischer Sprache mit teils englischen, teils deutschen Untertiteln gezeigt wurde, sprachen die Schüler/innen der einzelnen Klassen zunächst über die Hauptcharaktere und deren Eigenschaften und analysierten sodann die Geschehnisse. Dabei wurde sowohl einzeln als auch in Gruppen gearbeitet und die Ergebnisse jeweils im Plenum zusammengetragen. Nach einem kurzen Lehrervortrag zur Bedeutung und Verwendung von Steuern wurde schließlich die Kernfrage erörtert: „Is Robin a good guy or a bad guy?“ Die Schüler/innen kamen grundsätzlich überein, dass Robin Hood weder ausschließlich „gut“ noch ausschließlich „schlecht“ sei, sondern sich beide Seiten vielmehr – zumindest teilweise – gegeneinander aufwiegen. In einer Klasse wurde außerdem folgender Vorschlag gemacht: Wenn Robin mit Prince John redete, ließe sich doch vielleicht eine andere Lösung finden und Robin müsse in Zukunft nicht mehr „schlecht“ sein, sondern könne sich nur aufs Gutsein konzentrieren. Abschließend wurde das „Robin Hood-Dilemma“ jeweils auf die Gegenwart übertragen und besprochen, ob und, wenn ja, inwiefern ein solches Verhalten heutzutage gerechtfertigt sein könnte.

Insgesamt waren die Schüler/innen sehr motiviert und engagiert – so nahmen z. B. auch im regulären Englischunterricht eher schwächere Schüler/innen aktiv teil. Auch das Feedback der Schüler/innen selbst fiel sehr positiv aus: es sei interessant gewesen, eine schöne Abwechslung und gar nicht so schwierig zu verstehen wie zunächst gedacht. Außerdem sei ihr Wortschatz erweitert worden. Bemängelt wurde (natürlich) nur eins: dass der Film nicht zu Ende geschaut wurde..

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